"Beetlejuice Beetlejuice" spukt im Heimkino: Ein Nostalgie-Fest für alle Tim-Burton-Fans

Tim Burton ließ 2024 nach über 35 Jahren wieder Beetlejuice aufs Kinopublikum los. Nun treibt der Lottergeist auch im Heimkino sein Unwesen.
Der 1988 erschienene "Beetlejuice" ist einer dieser wenigen Filme, die das Prädikat Horrorkomödie wahrlich verdienen. Zu verdanken ist das selbstredend Regisseur Tim Burton (66), der mit seiner charakteristischen Mischung aus makabrem Humor und teils albernen, teils durchaus verstörenden Effekten einen Klassiker der Filmgeschichte schuf.
Rund 36 Jahre ist dieses Kunststück nun schon her - und wurde im September des vergangenen Jahres mit der Fortsetzung "Beetlejuice Beetlejuice" doch tatsächlich reproduziert. Die Voraussetzungen hierfür waren mehr als gegeben: Zahlreiche Stars des Originals, darunter Michael Keaton (73) als Titelscheusal, kehrten zurück. Hinzu kamen Franchise-Neulinge wie Willem Dafoe (69), Jenna Ortega (22), Justin Theroux (53) - und nicht zuletzt Burtons Herzensdame Monica Bellucci (60). Für Fans von Teil eins gibt es in jeder Sekunde des Streifens liebenswerte Eastereggs, die für einen regelrechten Nostalgie-Schub sorgen. Ab dem 28. Februar tun sie das endlich auch im Heimkino - dann ist "Beetlejuice Beetlejuice" bei Sky sowie dem Streamingdienst Wow auf Abruf zu sehen.
Die Rückkehr des Lottergeistes - darum geht esNach einer unerwarteten Familientragödie kehren drei Generationen der Familie Deetz nach Winter River zurück. Das Leben von Lydia (Winona Ryder, 53), die noch immer von Beetlejuice (Keaton) heimgesucht wird, gerät völlig aus den Fugen, als ihre rebellische Teenager-Tochter Astrid (Ortega) das rätselhafte Modell der Stadt auf dem Dachboden entdeckt und das Tor zur Welt der Toten unbeabsichtigt geöffnet wird. Sowohl im Diesseits als auch im Jenseits braut sich schnell Unheil zusammen und es ist nur eine Frage der Zeit, bis jemand den Namen Beetlejuice dreimal ausspricht und der schelmische Dämon zurückkehrt, um seine ganz eigene Art von Chaos zu verbreiten.
Charmante Nostalgie oder Fan-Service-Overkill?In einem Interview mit "The New York Times" hatte Burton darüber gesprochen, wie wichtig es ihm war, auch in der Fortsetzung so gut es geht auf praktische Effekte statt auf CGI (im Computer generierte Effekte) zurückzugreifen. Das sorge zwangsläufig auch für besseres Schauspiel, ist sich der Filmemacher sicher: So können die Darsteller "mit etwas Realem arbeiten: Man hat echte Sets, Menschen in Make-up, man hat reale Effekte. Es hilft dem kreativen Prozess, wenn sie sehen können, womit sie es zu tun haben."

Seine geliebten Stop-Motion-Effekte, die aus dem Kino der 80er-Jahre nicht wegzudenken waren, haben es folgerichtig auch in "Beetlejuice Beetlejuice" geschafft. Und so muss sich Keatons Figur erneut vor den liebenswert hölzernen Sandwürmern in Acht nehmen, die ihn schon im Original zum Fressen gernhatten.
Gelungenes ComebackNostalgie kann aber ein zweischneidiges Schwert sein. Zumindest, wenn man sich zu sehr darauf verlässt und zu wenig frische Aspekte bietet, um neue Zuschauerinnen und Zuschauer ins Boot zu holen. Oder aber zu häufig Gags und Schauwerte des Vorgängers dupliziert - eine Hommage ist immer nur hauchzart von einer Kopie entfernt. Doch Burton gelang mit seiner Fortsetzung dieser anspruchsvolle Spagat und bewies wieder einmal: Einfalls- und lieblos sind seine Filme nie. Das Kinopublikum quittierte die Rückkehr jedenfalls mit starken Einspielergebnissen, "Beetlejuice Beetlejuice" ließ die weltweiten Kassen mit rund 450 Millionen US-Dollar klingeln.
Eine schöne Anekdote bedeutete die Rückkehr als Beetlejuice übrigens für Hauptdarsteller Michael Keaton. Der schlüpfte ein Jahr nach dem Original von 1988 bekanntlich in die Rolle als Batman, ebenfalls unter der Regie von Burton. Über 35 Jahre später war es dann genau umgekehrt: 2023 hatte er für "The Flash" noch einmal das Fledermauskostüm überstreifen dürfen und kehrte ein Jahr danach als Lottergeist zurück - ab dem 28. Februar dann auch bei Sky und Wow.
SpotOnNews
brigitte